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Mein erster Artikel…

Ich hatte vor kurzem die große Ehre, im Stand Up Magazin von Mike Jucker einen Artikel über die Surfrider Foundation schreiben zu dürfen. Ich musste feststellen, dass es sehr viel Spaß macht einen Artikel zu recherchieren und zu schreiben. Auch wenn es für mich als Legastheniker sehr langwierig und anstrengend war. Doch ich muss sagen, trotz aller Schwierigkeiten habe ich Wiederholungsbedarf… Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen. Schreibt mir doch gerne in die Kommentare was ihr von dem Artikel haltet.

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Den Artikel findest du nach den Bildern direkt am Ende der Seite zum Lesen.

Die Surfrider Foundation

Die Surfrider Foundation ist eine nicht-staatliche Organisation, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat durch Aufklärungsarbeit, Forschung, Lobbyarbeit und Mobilisierung die Küsten und Gewässer zu schützen. Was ursprünglich in Malibu (Kalifornien) mit einer Handvoll Sufern begann, welche sich zunächst nur um ihren Lieblingsspot kümmerten, ist einige Jahre später zur Surfrider Foundation herangewachsen.

Auch in Europa hat sich die Surfrider Foundation ausgebreitet. 1990 gründete Tom Curren in Biarritz (Frankreich) das erste Chapter der Surfrider Foundation Europe (SFE). Von hier aus verbreitete sie sich in mehrere Europäische Länder, unter anderem auch nach Deutschland. Die SFE gilt als Non-Profit-Organisation, welche ihr Hauptaugenmerk auf die Verteidigung, Rettung, Verbesserung und Instandhaltung der Ozeane, Küsten und Wellen legt. Dabei achtet man besonders auf nachhaltige Veränderungen durch Bildung in Form von Forschung und Sensibilisierung der Menschen durch Aufklärung, aber auch durch aktive Arbeit gegen die Verschmutzung und Bebauung von Küsten. Die Koordination der europaweiten Aktivitäten erfolgt am Hauptsitz in Biarritz. Der Großteil der Chapter befindet sich entlang der französischen Atlantikküste mit ihren zahlreichen Surfspots. Doch auch in Österreich, Belgien, Portugal, Italien, Schweden, Spanien, Norwegen, Finnland, Bulgarien und der Schweiz haben sich inzwischen Chapter gebildet, sodass europaweit nunmehr etwa 5.000 Mitglieder, 1.000 Freiwillige, sowie ca. 15.000 Unterstützer aktiv zusammenarbeiten.

In Deutschland selbst gibt es 5 Chapter (Berlin, Bodensee, Hamburg, Dresden und Bade Pfalz) und mehrere regionale Ortsgruppen, die größtenteils an den selben Projekten und Kampagnen arbeiten, aber auch für ihre Region individuelle Projekte und Ziele zusammenstellen. Wir, das Chapter Baden-Pfalz, organisieren und planen z.B. Clean-Ups am Rhein und Neckar und an vielen Seen in unserer Region (angelehnt an die von SFE ins Leben gerufene Initiative Océan). Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, die Ufer der Gewässer oder auch die Wälder der Umgebung von Verschmutzungen zu befreien und die Menschen auf die Missstände, sowie auch deren Konsequenzen für unsere Umwelt aufmerksam zu machen. Im Sinne des Programms „Keepers of the Coast“ haben wir uns ein kleines aber feines Support-Netzwerk aufgebaut. Hierbei geht die Arbeit über unser Chapter und unsere Mitglieder hinaus. Wir unterstützen Anwohner und Nutzer der Surfspots darin vor Ort für deren Erhalt einzutreten und gegen Gewässerverschmutzung oder Verbauung vorzugehen. Für neue und unterstützende helfende Hände sind wir selbstverständlich immer dankbar. Derzeit erarbeiten wir außerdem ein pädagogisches Konzept, welches wir zukünftig an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen vorstellen möchten.

Ein weiteres Herzensprojekt ist unser Programm „SUPer Kids“, das sich aktuell noch in der Planung befindet. Hierbei wollen wir Kindern das Thema Stand-Up Paddling und Nachhaltigkeit vermitteln. Wir sind der Meinung, dass wir die Weichen für die Zukunft unsrer Meere, Seen und Flüsse nur dann neu stellen könne, wenn wir auch unsere Jüngsten aktiv in unsere Projekte mit einbeziehen und ihnen von Anfang an ein Verständnis für den Umweltschutz vermitteln. Bereits letztes Jahr konnten wir damit einen Probedurchlauf an unserem Homespot am Erlichsee durchführen, wobei die Resonanz und Teilnehmerzahl unsere Erwartungen weit übertroffen haben. Nun gilt es für uns, dieses Konzept weiter auszuarbeiten und zu verfeinern und befinden uns aktuell auf der Suche nach Sponsoren und Unterstützern für SUP-Boards und andere Materialien.

Selbstverständlich haben wir auch für 2021 noch diverse Events geplant, u.a. eine europaweite von Hauptquartier in Biarritz initialisierte, Rheindurchfahrt mit dem Kanu und dem SUP unter dem Titel „Von der Quelle bis zur Mündung“. Auch eine MicroplastikMessung in unserem heimischen Rhein ist geplant. Ein weiteres Projekt, das derzeit in Planung ist, ist der Bau eines SUP Boards aus gesammelten PET Flaschen. Dies steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, doch wir werden im Laufe der Zeit über die Entwicklung auf unserer Homepage berichten. Leider hat Corona auch uns letztes Jahr einen großen Strich durch unsere Rechnung gemacht, sodass wir viele Vorhaben und Events gar nicht in die Tat umsetzen konnten und deshalb auf dieses Jahr verschieben mussten. Wobei Stand heute noch nicht abzusehen ist, wann wir diese tatsächlich umsetzen können.

Die Frage die uns tagtäglich beschäftigt ist, wie können wir das Bewusstsein bei den Menschen dafür schärfen, dass wir auf eine Katastrophe eines solchen Ausmaßes zusteuern? Wie können wir klar machen, dass sich schleunigst etwas ändern muss? Gerade jetzt, wo wir durch Corona so stark in unserer öffentlichen aktiven Arbeit eingeschränkt sind. Das Problem ist, dass die Verschmutzung der Meere und der Umwelt durch Corona nicht gestoppt wird. Ganz im Gegenteil, sie nimmt sogar enorm zu. Uns sind derzeit zwar die Hände gebunden, doch wir versuchen über Social Media und andere Kanäle unsere Aufklärungsarbeit weiter fortzuführen. Auch versuchen wir Organisationen zu unterstützen wie zum Beispiel die World Surf League und die Kampagne weareonocean.org oder unserer eigenen Kampagne mit der Stadt Mannheim gegen die achtlos weggeworfenen Mund Nasen-Bedeckungen.

Meiner Meinung nach ist Aufklärung mit der wichtigste Bestandteil unserer Arbeit. Das sensibilisieren für die Konsequenzen unseres Handelns, welche die Erde langfristig davon trägt. Auch die Konsequenzen für die Tierwelt dürfen hier auf keinen Fall vergessen werden. Vögel die Ihrem Nachwuchs mit Müll füttern, weil sie diesen mit Nahrung verwechseln. Wale, die Tonnen von Müll zu sich nehmen, weil sie den Unterschied nicht kennen und den Müll bei Fressen auch nicht von der Nahrung trennen können. Dies sind nur zwei Beispiele dafür, wie elend Tiere sterben müssen, weil wir ihr Zuhause systematisch zerstören.

Ich lege euch hierzu den Film „Albatros“ von Chris Jordan ans Herz (https://www.albatrossthefilm.com). Eine beeindruckende Dokumentation, welche mich nachhaltig nachdenklich gestimmt hat. Natürlich fühlt man sich beim Kampf gegen die Verschmutzung unserer Erde manchmal, wie bei einem Kampf gegen Windmühlen. Doch auch, wenn dieser hier endlos erscheint werden wir ihn nicht aufgeben. Wir machen das alles ehrenamtlich und stehen dafür ein, denn wir glauben fest daran, dass man das, was man liebt, immer schützen sollte. Getreu dem Motto der Gründer der Surfrider Foundation -„halte deinen Spot sauber“. Jeder einzelne von uns kann hier etwas tun und aktiv werden. Ihr könnt euch z.B. die App „Müll weg“ herunterladen. Mit dieser App ist es möglich illegale Müllkippen oder Ansammlungen zu melden. Die Meldung geht direkt bei der zuständigen Stelle Stadt, Gemeinde oder sonstiges ein. Schau doch mal vorbei und probiere es aus. Auch so könnt ihr einen Teil beitragen. Ihr könnt auch ein eigenes CleanUP veranstalten. Meldet euch dazu auf der Seite https:// oceaninitiatives.org an und andere Interessenten können eure Veranstaltung sehen, teilnehmen oder auch teilen. Dazu bekommt ihr noch ein Starterset für euer Clean Up (Handschuhe Müllbeutel und so weiter). Schaut doch auch mal auf der Lern- und pädagogischen Plattform vorbei (https://de.oceancampus.eu). Hier gibt es allerlei interessante Informationen Aller weiteren Informationen über uns und unsere Arbeit findet ihr unter den nachfolgenden Links. Du kannst dich bei uns oder bei allen anderen Chaptern einfach melden und mithelfen. Wir suchen in ganz verschiedenen Bereichen immer Unterstützung und Hilfe. Bei uns gibt es keine Mitgliedspflicht und auch keine Anwesenheitspflicht.

Leiste an Zeit das was du kannst und möchtest. Ganz nach dem Motto #wearesurfrider 

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